Der Schüleraustausch in England: Eine Chance fürs Leben

Der Schüleraustausch in England: Eine Chance fürs Leben

Was auf den ersten Blick wie ein reiner Aufenthalt im Ausland wirken mag, ist für einen Jugendlichen, der noch nie woanders als zu Hause und mit seiner eigenen Familie gelebt hat, ein riesiger Schritt. So eine Erfahrung prägt nachhaltig und bietet viel mehr als nur neue Sprachkompetenzen. Denn selbst England – ein Land, das gar nicht so weit entfernt liegt – entscheidet sich in vielen Details von Deutschland. Wer hier für ein paar Monate oder sogar ein ganzes Jahr zur Schule geht, taucht in eine neue Sprache ein, lernt aber vor allem auch eine ganz neue Lebensweise kennen. Und daran kann ein Jugendlicher auf jeden Fall wachsen.

Englisch von Muttersprachlern lernen

Natürlich ist das Englischlernen trotzdem oft eines der Hauptziele, wenn man einen Schüleraustausch in England plant. Anstatt lediglich zwei- bis dreimal die Woche Englisch im Klassenzimmer zu pauken, spricht man die Sprache im Alltag – also im Unterricht, auf dem Pausenhof, bei der Gastfamilie und im Sportverein. Jugendliche erweitern dabei neben Grammatik und Wortschatz ihren ganz eigenen Klang für die Sprache und beginnen oft schon bald, selbst in Englisch zu denken. Das ist ein Erfolg, der in der Schule zu Hause kaum in diesem Maße erreicht werden kann.

Ein Einblick in das Schulsystem

Auch der Alltag in der Schule selbst ist ein anderer. Neben den Uniformen, die an vielen Schulen Pflicht sind, fällt vielen Jugendlichen vor allem die enge Bindung zwischen den Schülern und ihren Lehrern auf. Talente werden oft ganz gezielt gefördert – ganz gleich, ob es sich dabei um Naturwissenschaften, Sport oder Literatur handelt. In zahlreichen Clubs und Arbeitsgemeinschaften kann man sich so richtig entfalten. Da wäre zum Beispiel der Debating Club, den viele Schulen anbieten, und bei dem man neben der Sprache auch die Art des Argumentierens lernt. Wer solche Erfahrungen als Jugendlicher macht, kann davon sein Leben lang profitieren.

Das Leben in der Gastfamilie

Natürlich geht man bei einem Schüleraustausch nicht nur in die Schule. Genau wie im Klassenzimmer spielt auch das Leben in der Gastfamilie eine Rolle im persönlichen Wachstum des Jugendlichen. Gemeinsame Abendessen, Ausflüge am Wochenende und das ganz einfache Gespräch am Küchentisch sind für viele Gastschüler Momente, die ihnen für lange Zeit in Erinnerung bleiben. Hierbei können sie neue Beziehungen knüpfen und quasi ein zweites Zuhause gewinnen.

Auch wenn Unterschiede bei den Essgewohnheiten, neue Regeln oder Abläufe mal zur Herausforderung werden können, sind es gerade diese Unterschiede, die beim Gastschüler Toleranz, Anpassungsfähigkeit und Selbstständigkeit fördern. Und das sind schließlich Eigenschaften, die sich jeder Elternteil von seinem Kind wünscht.

Persönliche Entwicklung und Freundschaften, die bleiben

Genau dieses Wachstum ist oft der entscheidende Punkt, warum Eltern ihre Kinder überhaupt ziehen lassen. Jugendliche müssen lernen, sich in einem neuen Umfeld zurechtzufinden, Kontakte zu knüpfen und Probleme selbstständig zu lösen. Wer das schafft, übernimmt Verantwortung für sich selbst und lernt Menschen kennen, die er vielleicht für sein Leben lang Freunde nennt.

Deshalb bietet ein Schüleraustausch in England viel mehr als nur verbesserte Sprachkenntnisse. Wer sich auf so ein Abenteuer einlässt, kehrt mit Erlebnissen zurück, die ewig nachwirken.

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